Vita
 
1975

geboren in Benue, Nigeria

2000 – 2006

Studium an der Kunstakademie Yaba College of
Technology, Yaba Lagos

2007 - 2009
Gasthörer Kunstakademie Düsseldorf
Klasse TAL R)

seit 2009
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
(seit 2012 in der Klasse Eberhard Havekost)

2017
Meisterschüler bei Prof. Eberhard Havekost

Preise und Stipendien

2017
Förderpreis der Freunde und Förderer der Kunstakademie Düsseldorf
Jahresstipendium BEST-Gruppe, Düsseldorf

Ausstellungen
 
2002
„Gods of this age“, DIDI Museum, Lagos, Nigeria

2005
„Within our Grabs“, National Museum Onikan,
Lagos, Nigeria

2006 „ ART-WORK-CHOP“, Goethe Institute, Lagos, Nigeria
„4 junge Künstler aus Nigeria“, Galerie Ott,
Düsseldorf

2007
„Lovell Exhibition“, Düsseldorf
„Neues Rathaus“ Hannover
„Goethe-Institut“ Düsseldorf, Düsseldorf

2008
„Kunstförderpreis von Rundstedt HR Partners“,
NRW- Vertretung bei der EU, Brüssel, Belgien
ITEM Kunstförderpreis 2008 (1. Preis), Ulm
„Begegnung“, Walzwerk-Projekt IV, Pulheim

2009
,,ITK goes ART’’ Haus der Kunst, München
25 Jahre Goethe-Institut, Düsseldorf

2010
Roland Galerie, Köln

2013
Rundgang Kunstakademie Düsseldorf, Düsseldorf

2015
"Silberrücken - Klasse Havekost", Galerie Ringel, Düsseldorf

2016
"Crossing Borders", Galerie Voss, Düsseldorf




Aktuelle Ausstellungen
 
Crossing Borders
03.06.2016 - 15.07.2016



Literatur
 
Peter Uka – bringing present in the past

Der Maler Peter Adabahi Uka fügt die Erlebnisse seiner Kindheit in West Afrika mit seinem heutigen Leben in Düsseldorf in einer komplexen Vision der intimen Erinnerungen zusammen und überträgt sie in seine Malerei. Die plastischen und die ästhetischen Kriterien des afrikanischen Kontinentes verbinden sich dabei mit westlichen reduzierten und freien Kunstformen.

Es ist die westliche Welt, die die Malerei von Peter Uka beeinflusst und ihn aus seiner Komfortzone der traditionellen afrikanischen Malerei entfernte. In Deutschland erst begann er mit seiner Malerei zu experimentieren, neue Elemente und neue Farbenkombination auszuprobieren und diese mit der klassischen Schule der traditionellen Malerei zu verbinden.

Die ungewöhnliche Kombination der Stile ist in der Umsetzung sehr komplex, da die afrikanische Kunst sehr funktionsgebunden ist, so dass sie erst in ihrem gesamtkulturellen Zusammenhang verständlich wird. Die dargestellten Elemente in Ukas Arbeiten dienen dennoch nicht als symbolische Darstellung der Geschichte oder als Wiedergabe der afrikanischen Kultur. Vielmehr sind diese Elemente als Erinnerungsträger oder als subjektive Wahrnehmung der Vergangenheit zu verstehen. Die realistische Darstellung seiner Malerei bezieht sich nicht auf die reine Dokumentation des Geschehenen, sondern auf die Darstellung des flüchtigen Momentes. Die Komposition lässt zwar eindeutig die afrikanische Soziokultur erkennen. Erst auf den zweiten Blick aber nimmt man die surrealen Farbelemente wahr.

Die Farbgebung und die harmonische, mit ruhigen Linien versehene Darstellung offenbart eine romantische Vorstellung des afrikanischen Kontinents. Nur die menschliche Präsenz bleibt hinter den Kulissen der Armut versteckt. Diese idyllische Landschaftsdarstellung offenbart unter anderem verlassene Häuser, zerstörte Autos und demolierte Schulen. Ukas Arbeiten weisen hin auf den Bruch der romantischen, ästhetischen Natur einerseits und der persönlichen Odyssee der dort lebenden Menschen, welche ein ergreifendes Zeugnis eines außergewöhnlichen Überlebenskampfes ablegen, andererseits.