Vita
 
1988
geboren in Düsseldorf

2010 - 2015
Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

Ausstellungen
 
2015
Gruppenausstellung, Kartell Kollektiv, Düsseldorf

2014
Düsseldorf in Weimar, Kunsthaus, Weimar

2013
Auktion Ernest & Young, K20, Düsseldorf

2013
U arr wet loco, Villa Zanders, Düsseldorf
Malerie und Fotografie, A100, Düssseldorf
Auktion Ernest&Young, K20, Düsseldorf
Nacht der Museen, HPZ Stiftung, Düsseldorf
Roots and Culture, Gleis 7, Düsseldorf





Kataloge
 
Daniel Heil


Aktuelle Ausstellungen
 
Crossing Borders
03.06.2016 - 15.07.2016


Untitled
12.07.2017 - 02.08.2017



Literatur
 
Daniel Heil – Geschwungene Dinger

„Auf welche Weise ist die Welt, welche für uns nur in unserer Anschauung und Vorstellung existiert, in dieser uns gegeben?
Durch welche Vorgänge gestaltet sich in uns aus den zerstreuten, von überall eindringenden Reizen, welche die Sinne treffen, das Bild der Außenwelt, in welchem wir leben? Durch welche Vorgänge und mit welchem Grad von Realität fassen wir die innere geistige Welt auf?“

Wilhelm Dilthey

Das Zitat von Wilhelm Dilthey, dem Vater der Geisteswissenschaften , spiegelt die Frage nach der Existenz einer Urform wieder, welche als Beginn allen Lebens gelten könnte.
Die formale Darstellung der Einheit in der Natur stellt in ihrer Ursprünglichkeit einen wichtigen Ausgangspunkt in den Arbeiten des Düsseldorfer Künstlers Daniel Heil dar.
Es sind zunächst die formalen Fragen zu der ästhetischen Reduktion der Form, welche sich der Künstler annimmt: die Form, die allerdings im Gegensatz zu Malewitsch‘s Quadrat nicht statisch, sondern lebendig, dynamisch und
beweglich erscheint.
Daniel Heils Arbeiten sind gekennzeichnet durch kompromisslose Abstraktion, welche sich wie folgt beschreiben lassen: eine sich vom Hintergrund hervorhebende, gewölbte Linie, die oftmals im Kreis dargestellt ist. Die Arbeiten abstrahieren sich von den wirren Überlagerungen und fokussieren sich auf die Hervorhebung einer lebendigen, doch manchmal auch verstörenden und gebrochenen, abstrakten Form - ein Versuch die Vielfalt der Natur auf eine perfekt reduzierte
Linie zu präzisieren.
Heils Botschaft ist es nicht, ein Statement radikal durchzusetzen oder zu provozieren. Seine Malerei soll den Betrachter nicht mit den gesellschaftlichen Problemen oder sozialen Werten konfrontieren, sondern ihn anregen, seine eigenen moralischen Werte zu reflektieren. Die täuschende Leere in Heils Arbeiten lädt zu einem inneren Dialog ein,
welcher als Ausgangspunkt zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Wahrnehmungen anregt. Sein Beitrag zur künstlerischen Architektur in der Natur regt den Betrachter an, aus den eigenen Sehgewohnheiten auszubrechen und sein Unterbewusstsein zu sensibilisieren.

Sofia Sokolov, Düsseldorf